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Visa-Generatoren für ein hochredundantes strategisches Rechenzentrum

Visa SpA hat kürzlich ein bedeutendes Projekt abgeschlossen, das die Lieferung von zwei Stromaggregaten Stromaggregaten mit jeweils 1500 kVA für einen weltweit führenden Hersteller im Bereich professioneller und privater Haushaltsgeräte umfasste.
Die Maßnahme betraf die Erneuerung der bestehenden Anlage durch den Austausch der alten Aggregate gegen neue, technologisch fortschrittliche und emissionsarme Maschinen.

Die Stromaggregate wurden im zentralen Data Center des Konzerns installiert, einer strategischen Einrichtung, von der alle europäischen Standorte des Unternehmens abhängen — von Forschung und Design bis hin zu Produktions- und Verwaltungsprozessen.

Die Rolle von Stromaggregaten in einem Data Center ist von entscheidender Bedeutung: In Umgebungen, in denen die Kontinuität der Stromversorgung essenziell ist, kann bereits eine Unterbrechung von wenigen Sekunden zu Betriebsstillständen, Datenverlust oder Unterbrechungen digitaler Dienste führen. Diese Einheiten gewährleisten eine sofort verfügbare Notstromquelle, die sich im Falle eines Stromausfalls oder von Netzinstabilitäten automatisch aktiviert und den kontinuierlichen Betrieb der IT- und Kommunikationssysteme sicherstellt, die das technologische Herz des Unternehmens bilden.

Die Maßnahme umfasste den vollständigen Austausch der bestehenden Maschinen durch neue Stromaggregate mit redundanten Systemen und Komponenten, wie beispielsweise Steuerlogiken, die auf doppelt ausgeführten elektronischen Platinen basieren und einen kontinuierlichen Betrieb auch bei Ausfall einer Steuereinheit ermöglichen.

Ergänzend wurden doppelte Umschaltern mit herausziehbaren Leistungsschaltern sowie redundante Netzüberwachungseinheiten geliefert. Darüber hinaus wurde ein Überwachungspunkt mit einem 18”-Touch-Display installiert, der über eine redundante Stromversorgung aus den Batterien der Stromaggregate verfügt.
 

P 1500 S installation

Die Komplexität des Projekts ergab sich insbesondere aus dem hohen geforderten Redundanzgrad.

Eine weitere Herausforderung stellte die Phase der Vorabtests dar, die vollständig in den Werken von Visa durchgeführt wurde, wie ausdrücklich vom Kunden gewünscht. Diese Entscheidung ermöglichte es, Unterbrechungen der Stromversorgung am Betriebsstandort zu vermeiden. Die Tests an den Stromaggregaten simulierten realitätsnah alle möglichen kritischen Bedingungen, einschließlich Disaster-Recovery-Szenarien, um die Zuverlässigkeit und Reaktionsfähigkeit des Systems in jeder Betriebssituation zu überprüfen.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Tests wurden die beiden Stromaggregate und die drei Schaltschränke zum Standort des Kunden transportiert und dort installiert.

 

CASE HISTORY 

Projekt: Stromaggregate für Data Center 
Installationsort: Italien 
Installierte Leistung:  3MW 
Gelieferte Stromaggregate: 2 Einheiten Modell P1505S in Sonderausführung - P.R.P. Dauerbetrieb kVA 1505 - E.P. Notbetrieb kVA 1656

Ziel:  

Sicherstellung der kontinuierlichen Stromversorgung des Data Centers, sodass die IT-Systeme und digitalen Infrastrukturen auch bei Stromausfällen oder Netzstörungen jederzeit betriebsbereit bleiben. Dies ermöglicht den Schutz der Daten, die Vermeidung von Unterbrechungen der Unternehmensdienste und den reibungslosen Betrieb aller Standorte des Konzerns.

Technische Spezifikationen:  

  • Stromaggregate mit Perkins-Motor, Modell 4012-46TAG2A, mit doppeltem Anlasser, doppeltem Batteriesatz und doppeltem Batterieladegerät. Ausgestattet mit Motorvorwärmsystem.
  • Stamford-Generator, Modell S7L1D-C.
  • Doppeltes Bedienfeld ComAp IG1000 mit Softwarefreischaltung für Hot-Swap-Redundanz, mit zwei 5”-Displays für den Parallelbetrieb.
  • Schallgedämmte Ausführung mit 400-Liter-Tank im Grundrahmen inklusive Auffangwanne, Kraftstoffversorgungssystem mit doppelter Pumpe sowie zusätzlichem externen 5000-Liter-Tank.

 

Redundanz: 

Unter Berücksichtigung der Art der Anwendung und der spezifischen Anforderungen des Standorts verlangte der Kunde ein hohes Maß an Redundanz, was zu einer spezifischen und komplexen Auslegung der Anlage führte. Jedes einzelne Stromaggregat wurde ausgestattet mit:

  • Doppeltem Anlasser
  • Doppeltem, elektrisch entkoppeltem Batteriesatz
  • Doppeltem Batterieladegerät
  • Doppeltem Bedienfeld mit jeweils zwei Displays sowie zusätzlicher Karte zur CAN-Bus-Redundanz zwischen den beiden Aggregaten; im Falle eines Kabelbruchs übernimmt das zweite System den Betrieb
  • Kraftstoffversorgungssystem mit redundanten Pumpen und Durchflusskontrolle; über einen manuellen Wahlschalter kann ausgewählt werden, welcher der beiden verfügbaren Tanks genutzt wird.
Gen set in with open doors

Steuerungssystem:     

Die Stromaggregate sind mit einem Schaltschrank ComAp IG 1000 ausgestattet, der zwei integrierte 5”-Displays enthält. Die beiden Stromaggregate arbeiten redundant zueinander. Im Falle eines Stromausfalls sind sie so programmiert, dass beide gleichzeitig starten, jedoch nur einer die Last übernimmt, während der andere stoppt. Der Bediener kann die Last zwischen den Maschinen wechseln. Dieses System bietet zwei Vorteile: eine schnelle Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft sowie eine sofortige Rückmeldung über den Zustand der Maschinen im Moment des Netzausfalls.

Beide Aggregate sind mit ATS-Umschalter ausgestattet, und jeder Schalter verfügt über zwei Einheiten zur Netzüberwachung. Diese geben die Freigabe für die Maschinen, überwachen den Netzausfall, kontrollieren den Netzschalter und kommunizieren über einen redundanten CAN-Bus mit den Steuerungen der Aggregate.

Das gesamte Steuerungssystem wird durch einen dritten Überwachungsschaltschrank Intelivision mit 18”-Display ergänzt, der dank eines Backup-Stromversorgungssystems stets betriebsbereit ist.

Control panel

Fernüberwachungssystem über GPRS :

Die Stromaggregate sind mit dem Fernüberwachungssystem WebSuperVisorPlus über eine GPRS-Karte ausgestattet, das eine Echtzeitüberwachung der wichtigsten Parameter und Alarme ermöglicht, potenzielle Anomalien identifiziert und eine schnelle Planung von Eingriffen erlaubt sowie das Starten und Stoppen der Maschinen aus der Ferne ermöglicht.  Das System ermöglicht zudem die Darstellung von Trendgrafiken, periodischen statistischen Berichten und den Empfang von Benachrichtigungen zu geplanten Wartungen.

Kraftstoffversorgungssystem: 

Beide Maschinen verfügen über einen im Rahmen integrierten 400-Liter-Tank mit Auffangwanne. Darüber hinaus sind Schnellanschlüsse für die Betankung vorhanden, mit doppelter redundanter Pumpe, Durchflusssensor und manuellem Wahlschalter, der ein schnelles Umschalten zwischen zwei vor Ort verfügbaren Tanks ermöglicht (ein oberirdischer 5000-Liter-Tank und ein unterirdischer 9000-Liter-Tank).

Tests und Abnahmen:  

Die Maschinen wurden strengen, kundenspezifischen Tests unterzogen, um alle vorgesehenen Betriebsbedingungen vor dem Versand zu simulieren. 

Da es am Standort des Kunden nicht möglich war, Funktionstests durchzuführen — um Risiken für die Stromversorgung des Data Centers zu vermeiden —, wurden die Tests in den Werken von Visa durchgeführt.

Neben den standardmäßigen Prüfungen wurden fortgeschrittene Simulationen durchgeführt, um reale Betriebsszenarien nachzubilden, mit besonderem Fokus auf die Energieversorgungssysteme (Netz und Aggregat) sowie die Schaltschränke.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Tests wurden die Maschinen am endgültigen Standort installiert. Die Inbetriebnahme erforderte nur reduzierte Prüfungen, wodurch jegliche Beeinträchtigung des Data Centers vermieden wurde.

Zur Sicherstellung der Betriebscontinuity während der Vor-Ort-Prüfungen wurde ein zusätzliches gemietetes Stromaggregat eingesetzt, das eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistete.

Die Maßnahme wurde mit der endgültigen Abschaltung der bestehenden Anlage und der Aktivierung des neuen Systems abgeschlossen, das nun eine noch zuverlässigere und leistungsfähigere Energieversorgung garantiert.

Fazit:

Dank dieser Lieferung trägt Visa SpA zur Stärkung der Energieinfrastruktur eines zentralen Knotenpunkts für die Daten- und Prozessverwaltung des Unternehmens bei und bestätigt erneut seine führende Rolle im Bereich der Notstromversorgung sowie seine Fähigkeit, Kunden mit zuverlässigen, maßgeschneiderten und auf Betriebskontinuität ausgerichteten Lösungen zu unterstützen, wobei eine maximale Betriebssicherheit langfristig gewährleistet wird.

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